Hi Guys,
ich würde euch gern erklären, wie mit Hilfe von ELISA Testverfahren Nahrungsmittelunverträglichkeiten nachgewiesen werden können.
Die Abkürzung ELISA steht für enzyme-linked immuno sorbent assay, was schon ein wenig über die dahintersteckende Technik verrät. Die Leistung von ELISA besteht darin, dass sie mit Hilfe einer enzymvermittelten Reaktion Aussagen über die Wechselwirkung von Antigen und Antikörper macht.
Das ELISA Testverfahren kann feststellen, ob und wie viele Antikörper ein Mensch gegen eine Infektion gebildet hat.
Möchte man beispielsweise Antikörper suchen, die gegen bestimmte Lebensmittel gerichtet sind, müssen die Lebensmittel einzeln getestet werden, da zu jedem Antigen ein spezieller Antikörper existiert.
Man kann beispielsweise testen, ob im Blut vom Normbereich abweichende, signifikant erhöhte IgG Antikörperwerte vorliegen, die gegen bestimmte Lebensmittel gerichtet sind. IgG steht für Immunglobulin G und bezeichnet ein Antikörper der Klasse G, die vor allem gegen Bakterien wirken.
Das Antigen, also in unserm Fall das Lebensmittel, muss an eine Mikrotiterplatte gebunden werden, woraufhin das Patientenserum hinzugegeben wird.
Nach Hinzugabe binden sich eventuell vorhandene Antikörper mit dem schon existenten Antigen. Zur Auswertung muss natürlich erst die Reaktion sichtbar gemacht werden. Dieser Effekt wird durch spezielle Antikörper erreicht, welche mit einem Enzym markiert sind und gegen die Antikörper des Patienten gerichtet sind.
Eine densitometrische Messung der Farbreaktion wird durchgeführt, wobei die Höhe der Farbintensität Aufschluss über die Anzahl der Antikörper gibt, die vom Patienten gebunden worden sind.
Fazit: Je stärker die spezifische Reaktion, desto wahrscheinlicher ist eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, da die Möglichkeit einer IgG vermittelten Immunreaktion evident ist. Ist das Gegenteil der Fall, kann eine Nahrungsmittelunverträglichkeit von IgG vermittelt ausgeschlossen werden.
Ich hoffe die Lektüre war sinnvoll für euch. Greetz
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